BANZ & BOWINKEL | LOOPS AND OTHER CIRCUMSTANCES | DECENTRALAND | 20.6.–16.7.2021

BANZ & BOWINKEL 
LOOPS AND OTHER CIRCUMSTANCES


KÖNIG DIGITAL DECENTRALAND | NAVE 
20 JUNE - 16 JULY 2021


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KÖNIG GALERIE presents the digital solo exhibition LOOPS AND OTHER CIRCUMSTANCES by the German artist collective Banz & Bowinkel in Decentraland, a virtual world based on the blockchain. New digital sculptures and a selection of video loops from the early work of Banz & Bowinkel, which deal with digital image cultures, are shown. Their computer-generated art negotiates the changed conditions for the creation of images and their influence on perception.

At the beginning of July, the works (NFTs) in the exhibition will be auctioned in collaboration with SuperRare.

The METAFURNISH series (2013) consists of abstract compositions of digital objects rotating on turntables. This type of presentation is a classic of 3D visualization, as the viewer is shown the object from all sides and can develop a spatial understanding. The objects by Banz & Bowinkel, however, undermine viewing habits: physical properties, such as gravity, lose their meaning in digital space. Reflections show parts of the objects that do not exist. The tense puzzle pictures question the values of digitally constructed pictures that present perfect surfaces, but in reality often do not meet expectations.

The sculpture MERCURY (2016) falls apart in a loop and then reassembles. The constantly bursting sculpture is a symbol for systems that renew themselves through self-destruction. Mercury is the Roman god of trade and merchants, but also of thieves and financial gain. New technologies such as blockchain and new currencies such as Bitcoin promise transparency and independence through decentralization. Trading in cryptocurrencies, on the one hand, is reminiscent of a game of chance due to its high volatility, in the darknet, on the other hand, cryptocurrencies are used because of the anonymity of their owners. So old problems appear in a new guise. Digital material is also exchangeable and freely available. With two clicks, by drag and drop, marble becomes silver and silver becomes plastic. And a 3D scan of a sculpture like the 18th century Mercury by Joseph Nollekens can be downloaded from a web portal like Turbosquid with one click.

The NAMESPACES (2021) are word combinations borrowed from programming language and internet culture. Banz & Bowinkel resort to key terms such as “abstract class” and “real time”, alienate them and use them 1: 1 to make it clear that machine logic in the real world has effects on human logic that are not always predictable.

Giulia Bowinkel (* 1983) and Friedemann Banz (* 1980) live in Berlin and have been working together under the name Banz & Bowinkel since 2009. In 2007 they graduated from the Art Academy with Albert Oehlen and started making art with computers. Their work includes computer-generated imagery, animation, augmented imagery, virtual realities, and installations. 

The award-winning works of Giulia Bowinkel and Friedemann Banz have been exhibited among others in the Museum Abteiberg in Mönchengladbach, in the Haus Esters/Haus Lange, at the Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld, at the Haus of the electronic arts in Basel, in the Halle für Kunst & Medien in Graz, at the Zeppelin Museum in Friedrichshafen and at the NRW-Kunstforum Düsseldorf. Her works are in the collections of the Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld, the Museum Kunstpalast and the Kunsthaus NRW.



BANZ & BOWINKEL 
LOOPS AND OTHER CIRCUMSTANCES


KÖNIG DIGITAL DECENTRALAND | NAVE
20. JUNI - 16. JULI 2021


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Die KÖNIG GALERIE präsentiert die digitale Einzelausstellung LOOPS AND OTHER CIRCUMSTANCES des deutschen Künstlerkollektivs Banz & Bowinkel in Decentraland, einer virtuellen Welt, die auf der Blockchain basiert. Gezeigt werden neue digitale Skulpturen und eine Auswahl an Videoloops aus dem Frühwerk von Banz & Bowinkel, die sich mit digitalen Bildkulturen auseinandersetzen. Ihre computer-generierten Werke verhandeln die veränderten Bedingungen der Entstehung von Bildern und deren Einfluss auf die Wahrnehmung. 


Anfang Juli werden die Arbeiten in der Ausstellung in Kollaboration mit SuperRare in einer NFT-Auktion versteigert. 

Die Serie METAFURNISH (2013) besteht aus abstrakten Kompositionen digitaler Objekte, die auf Turntables rotieren. Diese Art der Präsentation ist ein Klassiker der 3D-Visualisierung, da die Betrachter:innen so den Gegenstand von allen Seiten gezeigt bekommen und ein räumliches Verständnis entwickeln können. Die Objekte von Banz & Bowinkel aber unterlaufen Sehgewohnheiten: Physikalische Eigenschaften, etwa die Schwerkraft, verlieren im digitalen Raum ihre Bedeutung. Spiegelungen zeigen Teile der Gegenstände, die nicht existieren. Die spannungsgeladenen Puzzlebilder hinterfragen Werte digital konstruierter Bilder, die perfekte Oberflächen präsentieren, aber in der Realität den Erwartungen oft nicht gerecht werden. 


Die Skulptur MERCURY (2016) fällt im Loop auseinander und setzt sich wieder zusammen. Die ständig berstende Skulptur ist Sinnbild für Systeme, die sich durch Selbstzerstörung erneuern. Merkur ist der römische Gott des Handels und der Kaufleute, aber auch der Diebe und des finanziellen Gewinns. Neue Technologien wie Blockchain und neue Währungen wie Bitcoin versprechen Transparenz und Unabhängigkeit durch Dezentralisierung. Der Handel mit Kryptowährungen aber erinnert durch die starke Volatilität an ein Glücksspiel, im Darknet wiederum werden Kryptowährungen wegen der Anonymität ihrer Besitzer:innen genutzt. Alte Probleme also erscheinen in neuem Gewand. Digitales Material ist zudem austauschbar und frei verfügbar. Durch zwei Klicks, durch Drag and Drop, wird aus Marmor Silber und aus Silber Plastik. Und ein 3D Scan einer Skulptur wie der Merkur von Joseph Nollekens aus dem 18. Jahrhundert ist mit einem Klick von einem Webportal wie Turbosquid heruntergeladen. 


Die NAMESPACES (2021) sind Wortkombinationen, die der Programmiersprache und der Internetkultur entlehnt sind. Banz & Bowinkel greifen auf Schlüsselbegriffe wie “abstract class” und “real time” zurück, verfremden und verwenden diese 1:1, um deutlich zu machen, dass maschinelle Logik in der realen Welt Auswirkungen auf die menschliche Logik hat, die nicht immer vorhersehbar sind.  


Giulia Bowinkel (*1983) und Friedemann Banz (*1980) leben in Berlin, seit 2009 arbeiten sie unter dem Namen Banz & Bowinkel miteinander. Im Jahr 2007 schlossen sie ihr Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Albert Oehlen ab und begannen, Kunst mit Computern zu machen. Ihr Werk umfasst computergenerierte Bilder, Animationen, augmentierte Bilder, virtuelle Realitäten und Installationen. 


Die preisgekrönten Arbeiten von Banz & Bowinkel wurden unter anderem im Museum Abteiberg in Mönchengladbach, im Haus Esters/Haus Lange, im Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld, im Haus der elektronischen Künste in Basel, in der Halle für Kunst & Medien in Graz, im Zeppelin Museum in Friedrichshafen und im NRW-Forum Düsseldorf ausgestellt. Ihre Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld, des Museum Kunstpalast und des Kunsthaus NRW.