BERLIN KOMMT NACH NIEDERSACHSEN | HALL ART FOUNDATION I SCHLOSS DERNEBURG | 6.9.2020–29.11.2021
with Katharina Grosse, Karl Horst Hödicke, Johannes Kahrs
BERLIN KOMMT NACH NIEDERSACHSEN
AT HALL ART FOUNDATION
SCHLOSS DERNEBURG


Opening September 2020. KÖNIG GALERIE, together with Hall Art Foundation, is pleased to present a series of exhibitions centered around the works of artists living and working in Berlin. Berlin kommt nach Niedersachsen will be comprised of four exhibitions. The exhibitions will be opened by Klaus Lederer, Deputy Governing Mayor of Berlin and Senator for Culture and Europe in Berlin.

Group Exhibition SZENE BERLIN

Solo Exhibition KATHARINA GROSSE 

Solo Exhibition KARL HORST HÖDICKE 

Solo Exhibition JOHANNES KAHRS

 

The group show, Szene Berlin, curated by Johann König, is primarily presented in a converted barn in the Schloss Derneburg domäne. Szene Berlin includes paintings, sculptures, photographs, and videos by over two dozen Berlin-based artists. Ranging from works created in the early 1990s to ones completed this year, the show features such luminaries as Norbert Bisky, John Bock, Monica Bonvicini, Jonas Burgert, Martin Eder, Olafur Eliasson, Elmgreen & Dragset, Stefanie Gutheil, Jeppe Hein, Gregor Hildebrandt, Judith Hopf, Christian Jankowski, Wilhelm Klotzek, Alicja Kwade, Jonathan Meese, Carsten Nicolai, Anselm Reyle, Daniel Richter, Michael Sailstorfer, Tomas Saraceno, Thomas Scheibitz, Chiharu Shiota, Dirk Skreber, Katja Strunz, Jorinde Voigt, Corinne Wasmuht, Ai Weiwei, and Young-Jun Tak. 

 

At once highly inclusive and selective, Szene Berlin can be considered as a form of institutional critique—exemplified by Monica Bonvicini’s well-known work, Corner Boy (2015). In this piece, a column fastened in black leather belts appears as an isolated totem standing alone in a room. The inaccessible mirror placed at its top, casting a reflection onto the ceiling, symbolizes the rigid, yet ultimately vacuous social structures that create gender-based biases, which, in turn, pave paths for discrimination.

 

The variegated assortment of artists in Szene Berlin refuses to privilege any one perspective over another. Norbert Bisky stands out as an artist who travels the lifeblood of the Berlin art scene. With aesthetic roots tracing back to the fall of the Berlin Wall, he makes colorful, image-laden paintings through which he explores the intermingling of Communism, religion, and the state. Corinne Wasmuht, for her part, presents an almost mystical intuition of spatial development. In her works, what comes to light is the glitchiness of our digital age, and how the digital screen can enhance our sense of architectural form.

 

Related solo exhibitions by Katharina Grosse, Karl Horst Hödicke, and Johannes Kahrs round out the Berlin kommt nach Niedersachsen series. In their respective ways, these presentations demonstrate how urban life, science, and nature have come to be incorporated into the practice of artists closely associated with the city. Innumerable artists have chosen Berlin as their home, as the comparably low rent and spacious studio opportunities in a central location offer immense production possibilities. The intent of Berlin kommt nach Niedersachsen is to demonstrate Berlin’s fertile ground for artistic production.

 

Berlin kommt nach Niedersachsen will be on view from September through November 2020.

 

Please visit www.hallartfoundation.org for further details and tickets.

 

BERLIN KOMMT NACH NIEDERSACHSEN
HALL ART FOUNDATION
SCHLOSS DERNEBURG


Eröffnung im September 2020. Die KÖNIG GALERIE freut sich, gemeinsam mit der Hall Art Foundation eine Ausstellungsreihe präsentieren zu können, die auf Werke in Berlin lebender und arbeitender Künstler konzentriert ist. Die Reihe Berlin kommt nach Niedersachsen wird vier Ausstellungen umfassen. Die Ausstellungen werden durch Klaus Lederer, Stellvertreter des regierenden Bürgermeisters und Senator für Kultur in Europa eröffnet.


Gruppenausstellung SZENE BERLIN

Einzelausstellung KATHARINA GROSSE 

Einzelausstellung  KARL HORST HÖDICKE 

Einzelausstellung  JOHANNES KAHRS

 

Die Gruppenausstellung Szene Berlin, kuratiert von Johann König, wird vorrangig in einer umgebauten Scheune in der Domäne Derneburg gezeigt. Szene Berlin umfasst Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Videos von mehr als zwei Dutzend in Berlin ansässigen Künstlern. Die Werke wurden in einem Zeitraum beginnend mit den frühen 1990er Jahren bis zu diesem Jahr geschaffen und vertreten sind Stars wie Norbert Bisky, John Bock, Monica Bonvicini, Jonas Burgert, Martin Eder, Olafur Eliasson, Elmgreen & Dragset, Stefanie Gutheil, Jeppe Hein, Gregor Hildebrandt, Judith Hopf, Christian Jankowski, Wilhelm Klotzek, Alicja Kwade, Jonathan Meese, Carsten Nicolai, Anselm Reyle, Daniel Richter, Michael Sailstorfer, Tomas Saraceno, Thomas Scheibitz, Chiharu Shiota, Dirk Skreber, Katja Strunz, Jorinde Voigt, Corinne Wasmuht, Ai Weiwei, and Young-Jun Tak. 

 

Gleichzeitig äußerst inklusiv und selektiv kann Szene Berlin als eine Art institutioneller Kritik aufgefasst werden — verdeutlicht in Monica Bonvicinis bekanntem Werk Corner Boy (2015). Hier scheint die mit schwarzen Ledergürteln gefasste Säule als isoliertes Totem allein in einem Raum zu stehen. Der unerreichbar über ihr angebrachte Spiegel, der eine Reflektion an die Decke projiziert, symbolisiert die rigiden, jedoch letztlich inhaltslosen sozialen Strukturen, die gender-basierte Vorurteile erzeugen, welche wiederum den Weg für Diskriminierung bereiten.

 

Die bunte Mischung von Künstlern in Szene Berlin weigert sich, eine Perspektive über die andere zu stellen. Norbert Bisky sticht als ein Künstler hervor, der das Lebensblut der Berliner Kunstszene verkörpert. Mit ästhetischen Wurzeln, die bis zum Fall der Berliner Mauer zurückreichen, gestaltet er farbenprächtige, bildreiche Gemälde, in denen er die Vermischung von Kommunismus, Religion und Staat erforscht. Corinne Wasmuht ihrerseits zeigt eine fast mystische Intuition für räumliche Gestaltung. In ihren Arbeiten wird die Fragilität unseres digitalen Zeitalters deutlich, und wie der Bildschirm unser Empfinden architektonischer Formen überhöhen kann.

 

Mit der Gruppenausstellung verbundene Einzelausstellungen von Katharina Grosse, Karl Horst Hödicke und Johannes Kahrs runden die Reihe Berlin kommt nach Niedersachsen ab. Diese Präsentationen zeigen jede auf ihre Art wie urbanes Leben, Wissenschaft und Natur in das Wirken von eng mit der Stadt verbundenen Künstlern eingebunden sind. Unzählige Künstler haben Berlin als Wohnsitz gewählt, da vergleichsweise günstige Mieten und ein großes Angebot an Atelierräumen in zentraler Lage große Möglichkeiten für ihr Schaffen bieten. Die Absicht der Reihe Berlin kommt nach Niedersachsen besteht darin, zu zeigen, welch fruchtbaren Boden Berlin für künstlerische Tätigkeit bietet.

 

Berlin kommt nach Niedersachsen wird im September und November 2020 gezeigt.

 

Weitere Informationen und die Möglichkeit, Eintrittskarten zu buchen, finden Sie unter www.hallartfoundation.org.