Jessica Jackson Hutchins | Objects in a Room
Kunstquartier Bethanien | 7.11.2014–12.1.2015
Objects in a Room

Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien konzipiert durch Zoë Claire Miller und Eli Skatvedt.Gegenstand dieser Ausstellung sind Gegenstände. Der Fokus liegt auf Arbeiten, die sich eher intuitiv begreifen lassen und sich vielmehr für eine Begegnung auf einer emotionalen Ebene eignen als auf einer theoretisch-konzeptuellen. Dennoch lassen sich verschiedene Theorien zur Rolle des Objekts an ihnen erproben, etwa Frieds Theatralität der Objekte oder Heideggers Dinglichkeit. Singuläre Objekte werden gemeinsam mit Arbeiten präsentiert, die sich mit Objektkultur und -kult auseinandersetzen. Die Räumlichkeiten des Kunstraum Kreuzbergs sind als Ausstellungsfläche unkonventionell – widerhallende Korridore, Nischen und Schlupfwinkel, Räume, die in weitere Flächen münden oder sich abrupt schließen, Spuren jahrzehntelanger Nutzung, Ad-hoc-Einbauten, Reparaturen und Verfall. Der Gros der ausstellenden Künstler/innen hat neue, wenn nicht ortsspezifische so doch ortssensible Arbeiten für diesen verwinkelten Ort geschaffen. Ein komplexes Objekt widersetzt sich grundsätzlich der einseitigen Betrachtung des für den Bildschirm optimierten Einzelbilds, erst in der Multiperspektivität, dem Drumherumlaufen lässt es sich wirklich erschliessen. Dementsprechend bieten alle Ausstellungräume in ihrer Summe die Möglichkeit eines Spaziergangs durch eine innere Landschaft, ohne Wegweiser oder sonstige Ausschilderungen. Die Ausstellung lädt den Betrachter ein, ein nichtlineares Narrativ eines zeitgenössischen Objektverständnisses nachzugehen, mithilfe einer Auswahl von Kunstwerken, die antithetische und doch komplimentäre Verständnisse der Objekthaftigkeit in unterschiedlichsten Kontexten darstellenKünstlerInnen: Andreas Blank, Daniela Baldelli, Jessica Jackson Hutchins, Rachel De Joode, Zoë Claire Miller, Antoanetta Marinov, Marco Montiel-Soto, Pierre-Etienne Morelle, Jens Nippert, Aurora Passero, Sara Pfrommer, Katrin Rother, Thomas Schroeren, Eli Skatvedt und Lisa Tiemann.