Paul Czerlitzki | First Flush
Bayer Kulturhaus | 19.4.–28.6.2015

Leverkusen, 17. April 2015

„First Flush“ heißt die Ausstellung, für die sich Bayer Kultur
zum Ende der Spielzeit 2014/15 Nachbarn aus Düsseldorf in das Erholungshaus
eingeladen hat: 

13 Studierende und Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf zeigen
ihre Werke. 

Die Kunsthistorikerin Julia Ritterskamp hat die Präsentation kuratiert und bei
ihrer Auswahl vielversprechende Positionen aus den Fachbereichen Malerei, Bildhauerei,
Fotografie und freie Grafik berücksichtigt. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 19.
April um 11.00 Uhr mit einer Vernissage, zu der alle Kunstinteressierten herzlich ins
Erholungshaus eingeladen sind.

Die Werkschau startet mit einer Gegenüberstellung von Christian Theiß´
zeitgenössischem Kommentar zu Dürers „Melencholia“ und einem in Schleiftechnik
entstandenen Bild von Paul Czerlitzki. Folgt man dem Verlauf der Ausstellung, stößt man auf Installationen des 1981 geborenen Felix Contzen, der sich mit dem existenziellen Verhältnis von Mensch und Natur beschäftigt. Die Aktion des Künstlers stellt bei ihm einen maßgeblichen Teil des Werkes dar: Bei seinen „Versuchsanordnungen“ geht er
zuweilen so weit, sich selbst als „Experiment“ in seine Arbeiten zu integrieren.

Zu den ausstellenden Künstlern zählt ebenfalls Louisa Clement, in deren Bildern durch eine leichte, gewollte Unschärfe die Grenze zwischen den künstlerischen Medien Fotografie und Malerei verwischt. Der Betrachter wird aufgefordert, genau hinzuschauen – und entdeckt zumeist erst auf den zweiten Blick Motive, die dem Alltag entstammen. Eine andere Art von „Erkenntnis“ betreibt die in Hannover geborene Viktoria Strecker. Ausgehend vom Medium Zeichnung beschreiben ihre Werke die Suche nach einer Urstruktur. Streckers Arbeiten erinnern dabei an biologische Systematiken, die sich aus
der Wiederholung aufbauen, wie zum Beispiel Korallen oder Flechten. Da kann es passieren, dass Zeichnungen eine ganze Wand einnehmen oder scheinbar an dieser „entlangwachsen“. 

Die in Polen geborene Künstlerin Angelika J. Trojnarski hingegen geht
von physikalischen Fragestellungen aus, die ihrer äußerst ästhetischen Malerei auf den ersten Blick nicht anzusehen sind.

„Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler zählen zu den besten und
vielversprechendsten, die in den letzten Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf
studierten beziehungsweise studieren“, so Professor Robert Fleck, Prodekan der
Akademie. Angesichts der Tatsache, dass die Akademie bereits seit 1773 existiert und im 19. Jahrhundert mit der „Düsseldorfer Malerschule“ weltweite Beachtung erfahren hat, darf das Publikum in Leverkusen sehr gespannt auf die junge Garde und ihr Schaffen
sein.

Die Werke der Künstlerinnen und Künstler sind vom 19. April bis zum 28. Juni im
Erholungshaus zu sehen. Begleitend erscheint ein Katalog, in dem alle Künstler
vorgestellt werden. Weitere Informationen unter www.kultur.bayer.de.

Beteiligte Künstler:
Louisa Clement, Felix Contzen, Paul Czerlitzki, Matthias Grotevent, Johanna Honisch, Klara Kayser, Claudia Mann, Mercedes Neuß, Natascha Schmitten, Viktoria Strecker, Christian Theiß, Angelika J. Trojnarski, Thomas Wachholz