Alicja Kwade | Die bewegte Leere des Moments (The Void of the Moment in Motion)
Schirn Kunsthalle Frankfurt | 26.3.–14.6.2015
ALICJA KWADE. DIE BEWEGTE LEERE DES MOMENTS

An surreale und phan­tas­ma­go­ri­sche Konstel­la­tio­nen und Objekte erin­nern die natur­wis­sen­schaft­lich anmu­ten­den Versuchs­an­ord­nun­gen der Berli­ner Künst­le­rin Alicja Kwade. Es ist nicht auszu­schlie­ßen, dass die in Polen gebo­rene Künst­le­rin die Asso­zia­tion an ihre lite­ra­ri­sche Namens­ver­wandte ironisch einsetzt, um in Wahr­heit die komplexe, philo­so­phi­sche Poesie des Mathe­ma­ti­kers Lewis Carrol mit ihrem Werk zu verbin­den. Zahl­rei­che künst­le­ri­sche Arbei­ten von Kwade behan­deln das Motiv des Doppel­gän­gers. Wer sich auf ihr Werk einlässt, wird es nicht alleine ratio­nal erklä­ren können. Die Faszi­na­tion steckt in der geschick­ten Über­la­ge­rung und biswei­len Wider­sprüch­lich­keit von natur­wis­sen­schaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Reali­tä­ten. Was allge­mein als gesetz­mä­ßig gilt, wird infrage gestellt und wider­legt. In ihrer neues­ten Instal­la­tion für die Rotunde der SCHIRN befasst sich die Künst­le­rin mit der tatsäch­li­chen Bewe­gung der Zeit, die eine unmit­tel­bare Wirkung auf den Raum und auf die Besu­cher ausüben wird.