Alicja Kwade | LinienLand
Haus Konstruktiv, Zurich, Switzerland | 8.2.–6.5.2018
Alicja Kwade 
LinienLand
curated by Sabine Schaschl
February 8 to May 6, 2018 Opening: February 7, 6 pm

The Museum Haus Konstruktiv launches its annual program with an extensive solo exhibition by Alicja Kwade (* 1979 in Katowice, Poland, lives in Berlin). The highly respected sculptor and conceptual artist is a relativist who skeptically questions our supposed reality. 

Based on this approach, Alicja Kwade's multimedia work deals with various phenomena and models of physics, philosophy and sociology and translates them into her own art. The result is equally sensual-poetic and formally stringent work with a conceptual background.

For the exhibition in the Museum Haus Konstruktiv, which extends over three floors, the artist has the new, expansive installation LinienLanddesigned: a walk-in lattice structure in which massive natural stone spheres of different sizes seem to float weightlessly. The artist refers to the idea of parallel worlds, which has been much discussed since antiquity. Against this background, the expansive structure built on a system of 5 x 5 x 11 squares can be read as a multiverse, with each individual cubic metal boundary implying its own reality. The steel system of the grid correlates with the rocks: Kwade follows a self-imposed, stringent principle in which the individual struts form the support of the spheres by shifting in the system. The resulting passageways invite visitors to enter a multiverse and experience the gravitational force of the large stone spheres reminiscent of a gravitational field. The natural stones come from the different continents of our earth and symbolize them. The rock itself, with its different layers that have formed over several million years and allow for age determination, acts as a kind of time scale. Alicia Kwade has succeeded in LinienLand , her thoughts on space, gravity and time in a fascinating way.

Alicja Kwade's works have been featured in numerous solo and group exhibitions, including at the 57th Biennale di Venezia 2017.
Alicja Kwade
LinienLand
kuratiert von Sabine Schaschl
8. Februar bis 6. Mai 2018 Vernissage: 7. Februar, 18 Uhr

Das Museum Haus Konstruktiv startet sein Jahresprogramm mit einer umfangreichen Einzelausstellung von Alicja Kwade (*1979 in Kattowitz, Polen, lebt in Berlin). Die viel beachtete Bildhauerin und Konzeptkünstlerin ist eine Relativistin, die skeptisch unsere vermeintliche Realität hinterfragt. 

Von diesem Ansatz ausgehend, befasst sich Alicja Kwade in ihrem multimedialen Schaffen mit unterschiedlichsten Phänomenen und Denkmodellen aus Physik, Philosophie und Soziologie und übersetzt sie in ihre eigene Kunst. Dabei entstehen ebenso sinnlich-poetische wie formal stringente Arbeiten mit konzeptuellem Hintergrund.

Für die Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv, die sich über drei Stockwerke erstreckt, hat die Künstlerin die neue, raumgreifende Installation LinienLand konzipiert: eine begehbare Gitterstruktur, in der massive Natursteinkugeln unterschiedlicher Grösse scheinbar schwerelos schweben. Die Künstlerin bezieht sich darin auf die seit der Antike viel diskutierte Idee der Parallelwelten. Vor diesem Hintergrund ist die raumgreifende, auf einem System von 5 x 5 x 11 Quadraten aufgebaute Struktur als Multiversum zu lesen, wobei jede einzelne kubische Metallbegrenzung eine eigene Realität impliziert. Das Stahlsystem des Gitters steht in einer Korrelation mit den Gesteinen: Kwade folgt einem selbst auferlegten, stringenten Prinzip, bei dem die einzelnen Streben durch das Verschieben im System die Halterung der Kugeln bilden. Die sich ergebenden Durchgänge laden die Besucher ein, ein Multiversum zu betreten und die Schwerkraft der grossen, an ein Gravitationsfeld erinnernden Steinkugeln zu erleben. Die Natursteine stammen von den verschiedenen Kontinenten unserer Erde und symbolisieren diese. Das Gestein selbst mit seinen unterschiedlichen Schichten, die sich über mehrere Millionen Jahre gebildet haben und eine Altersbestimmung ermöglichen, fungiert als eine Art Zeitskala. Alicja Kwade ist es in LinienLand gelungen, ihre Überlegungen zu Raum, Schwerkraft und Zeit auf faszinierende Weise umzusetzen.

Alicja Kwades Werke waren bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, 2017 etwa auf der 57. Biennale di Venezia.