William N. Copley - Roo-A-Toot-Toot three times she shot through that hardwood door | KÖNIG GALERIE | Rosa-Luxemburg-Platz | 2.6.–27.6.2003
Press Release:

Roo-A-Toot-Toot three times she shot through that hardwood door 

„The source of all that is ridiculous can be found 
in human behaviour which we notoriously do not understand“ (William N. Copley)

Vom 2. Juni bis 27. Juli 2003 zeigt Johann König nach einjährigem Bestehen nun Arbeiten von William N. Copley (1919-1996). 

Die Ausstellung von Werken des großartigen William N. Copley bildet gewissermaßen den Auftakt der Präsentation einer ganzen Reihe älterer Positionen der Nachkriegskunstgeschichte, die wir zukünftig einmal pro Jahr als wichtige Grundlage und Referenz für die zeitgenössische Kunstproduktion präsentieren wollen. In diesem Fall ist es die Malerei des 1996 verstorbenen amerikanischen Malers, der die amerikanische Kunst auf seine Weise revolutionierte.

Wir sind froh, einen der wichtigsten Bilderzyklen der Öffentlichkeit präsentieren zu können und somit einer malerischen Position mitten im aktuellen Geschehen die Anerkennung zu geben, die sie unter Kennern schon lange genießt in der öffentlichen Rezeption aber viel zu kurz kommt. Denn Copley war zeitlebens und ist in seinem Malen und Handeln großes Vorbild für viele Zeitgenossen und bis heute eine von Mythen umgebene Figur. Seine gekonnte Übersetzung des Surrealismus direkt hinein in das synthetische Traum-Amerika der 60er Jahre mit dem Referenzsystem zu der von ihm über alles geschätzen Kunst von Magritte, Max Ernst und Man Ray und einem unverhohlenen Persiflage aller (bildungs-)bürgerlichen Tabus dürfte als Bezugspunkt jeder Anstrengung Malerei als Medium immer wieder neu zu etablieren und in Genealogien zu präsentieren nicht fehlen. 

Wieso Copley nicht beachtet wird, ist uns unverständlich und wir möchten hier in der Rezeption mit der Präsentation eines seiner wichtigsten Werkzyklen ein Zeichen setzten. Alles andere sagen die Bilder.