Sabine Moritz | Sabine Moritz | Eden
König Galerie | 14.7.–19.8.2018
SABINE MORITZ
EDEN
14 JULY – 19 AUGUST 2018
ST AGNES | CHAPEL
OPENING: FRIDAY 13 JULY 2018, 6 – 9 PM


KÖNIG GALERIE is pleased to present an exhibition of oil paintings by Sabine Moritz (*1969, Quedlinburg, former GDR). Emphasising abstraction in this new body of work, EDEN celebrates a masterful and sensitive rush of colours. The paintings communicate reality in an expressive and emotive manner; they transmit an impassioned atmosphere by exploring notions of experience, memory, and transience.
 
Regen, Sterne, Granit, Glut and See (2018) are five nonrepresentational depictions of natural phenomena achieved with an impasto application of vivid oil colours. Associatively connected via the respective titles, the works show recurrent themes of natural history; Als die Säugetiere ins Meer kamen (2018) reverses evolution, while Chaos (2018) has a definite cosmological connotation. Eden (2018) gives its title to the exhibition and is an abstract diptych that references cultural expectations of an unspoilt, utopian paradise yet to be experienced. Moritz’s paintings seduce and arrest; the beholder is offered momentary exposure to an energetic field of motion.
 
Figurative paintings from Sabine Moritz's ongoing series of floral still lifes and grey-scaled cityscapes are also on display. Quoting the artist: »I often draw or paint flowers that I have in my studio, and the painting of these flowers is a representation of the present, in which you find yourself thinking about distant times, as in a sort of daydream.”
Moritz’s work encaptures the fragility and fleetingness of time — her practice is continuously influenced by childhood memories of the high-density concrete housing sceneries of Lobeda — a suburban satellite of Jena in Eastern Germany — where Moritz first began to draw and paint.
 
Sabine Moritz lives and works in Cologne. Before the fall of the Berlin Wall, she immigrated with her family to West Germany. After studying at the Offenbach University of Art and Design and graduating from Kunstakademie Düsseldorf, Moritz has been widely exhibited.
Recent solo and group shows include: Age of Terror - Art since 9/11 (2017) at the Imperial War Museum in London, UK; Neuland (2017) at Kunsthalle Bremerhaven, Germany; Dawn (2016), at Marian Goodman Gallery in Paris, France; Blumen, Masken, Schädel at Galerie Haas in Zurich (2016); and Harvest (2015) at Pilar Corrias Gallery in London, UK. Her work is presented in numerous private and public art collections, including the Tate Modern in London, UK; the Deutsche Bank Collection, Frankfurt am Main; Städtische Galerie im Lenbachhaus, Munich; the Faber-Castell Collection, Nuremberg; and Von der Heydt-Kunsthalle, Wuppertal in Germany.
 
Text: Katerine Niedinger
SABINE MORITZ
EDEN
14. JULI - 19. AUGUST 2018
ST. AGNES | CHAPEL
ERÖFFNUNG: FREITAG 13. JULI 2018, 18-21 UHR
 
 
KÖNIG GALERIE freut sich, die erste Einzelausstellung mit Ölgemälden von Sabine Moritz in Berlin zu präsentieren. EDEN stellt neben gegenständlichen Gemälden vor allem die jüngsten abstrakten Arbeiten der Künstlerin in den Mittelpunkt. Die Werke erkunden malerisch Themen wie Wahrnehmung, Erinnerung und Vergänglichkeit.
 
Die Ausstellung gibt zugleich einen Überblick über mehrere Werkgruppen der Künstlerin. So sind ihre frühen Arbeiten über die Kindheitserinnerungen an Lobeda im Bild Tunnel weitergeführt. Neuland ist eines ihrer Gemälde nach Pressefotografien, das hier die Wiederaneignung der Stadt Pribyat bei Tschernobyl durch die Natur zeigt. Aus der über die Jahre kontinuierlich weitergeführten Serie der Blumenstillleben sind Rosen und Schädel, Peonien und Mäuse sowie Rosen und Lilien gezeigt. Zu ihren Stillleben sagt Moritz: »Ich zeichne oder male oft Blumen, die ich in meinem Atelier habe — das Bild dieser Blumen ist eine Darstellung der Gegenwart, in der man sich wie in einer Art Tagtraum an etwas Fernes erinnert.«
 
Zwischen den Blumenstillleben und abstrakten Gemälden lassen sich trotz der auf den ersten Blick unterschiedlichen Sujets Gemeinsamkeiten finden. In ähnlicher Weise, wie die Stilleben einen Augenblick auf Leinwand festhalten, halten die abstrakten Werke jeweils ein Zusammenspiel von Farbe und Duktus im Malprozess fest, das sich von keinem Gemälde zum anderen genauso wiederholen lässt. Die Ausstellung konfrontiert uns so auf vielfältige Weise mit der Zerbrechlichkeit und Flüchtigkeit der Zeit. Die roten Farben auf Eden (2018) erinnern an Blüten eines Blumenstrauches, doch lassen sich die Formen nicht festlegen. Regen, Sterne, Granit, Glut und See (2018) sind fünf ungegenständliche Darstellungen, die mit pastosem Farbauftrag und leuchtenden Ölfarben gemalt wurden. Die Titel verknüpfen die Bilder assoziativ mit Themen der Natur. Als die Säugetiere ins Meer kamen (2018) bezieht sich auf einen weniger bekannten Teil der Evolutionsgeschichte, während Chaos (2018) eine kosmologische Konnotation hervorruft. Eden gibt der Ausstellung ihren Titel und ist ein abstraktes Diptychon, das auf kulturelle Vorstellungen eines utopischen und zugleich verlorenen Paradieses verweist. Die neuen abstrakten Gemälde von Sabine Moritz öffnen so ein weites Spektrum vom autonomen Farbauftrag bis hin zur Assoziation von vielfältigen inneren Bildern. Der Betrachter sieht sich vorübergehend einem energiegeladenen Bewegungsfeld gegenüber.
 
Sabine Moritz lebt und arbeitet in Köln. Sie wurde 1969 in Quedlinburg geboren und noch vor dem Fall der Mauer emigrierte sie mit ihrer Familie nach Westdeutschland. Sie studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach sowie der Kunstakademie Düsseldorf. Moritz’ Arbeit ist weithin ausgestellt worden. Zu Ihren jüngsten Einzel- und Gruppenausstellungen gehören: Age of Terror – Kunst seit 9/11 (2017) im Imperial War Museum in London, UK; Neuland (2017) in der Kunsthalle Bremerhaven; Dawn (2016) in der Marian Goodman Gallery in Paris, Frankreich; Blumen, Masken, Schädel (2016) in der Galerie Haas in Zürich, Schweiz; und Harvest (2015) in der Pilar Corrias Gallery in London, UK. Moritz’ Werke sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Kunstsammlungen vertreten, unteranderem in der Tate Modern in London, UK; Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt am Main; Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Sammlung Faber-Castell, Nürnberg; und Von der Heydt-Kunsthalle, Wuppertal in Deutschland.

Text: Katerine Niedinger und Steffen Haug